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"Der Mensch ist Sklave seines Willens"...

... so dachte zumindest Arthur Schopenhauer.

Ich war eigentlich nie Fan des mürrischen und anstrengenden Denkers. Aber jetzt, wo ich mich etwas intensiver mit seinen Werken befasst habe, wird er mir immer unheimlicher: Was der im 18./19. Jahrhundert schon alles wusste, was wir nun mühsam erforschen!!

Ich habe immer gedacht, dass zwar viele Entscheidungen, viel Handeln, etc. von meinem Unterbewusstsein bestimmt wird. Ich sag mal, ich hätte es so auf 85-90% alles menschlichen Handelns geschätzt. Aber nach einigen Berichten neuer Forschungen frage ich mich, ob unser Bewusstsein überhaupt eine gravierendere Aufgabe hat, als uns bewusst zu machen, was unser Unterbewusstsein erarbeitet hat??

Professor John-Dylan Haynes vom Berstein-Zentrum für Computational Neuroscience in Berlin fand bei einer Forschung, bei der er Probanden unter einen Kernspintomographen legte, die dort Entscheidungen treffen mussten (so beschreibe ich den Versuch nun mal in seiner absoluten Kurzform), heraus, dass er bis zu sieben oder acht Sekunden, bevor eine Person eine Entscheidung gefällt hat, aus der Hirnaktivität vorher sagen konnte, wie sie sich später entscheiden würden.

Das bedeutet folglich ja, dass unser Gehirn die Entscheidung gefällt hat, bevor wir selbst wussten, wie wir uns entscheiden! Ist das nicht irgendwie unheimlich?? Das schließt ja, dass wir überhaupt keinen freien Willen besitzen!?

Aber sehen wir das Ganze doch mal positiv: Wozu machen wir uns immer so mega viele Gedanken, wenn eh alles determiniert ist?? Also, ich werde jetzt definitiv aufhören mit Bauchschmerzen einzuschlafen, wenn ich wichtige Entscheidungen zu fällen habe. Die kleinen Beamten in meinem Kopf machen das schon! Ich halte nur noch mein Gesicht dafür hin! Denn ändern kann ich´s ja doch nicht... ;-)

1.11.10 11:02

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