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Juchuuhh, es ist endlich soweit! Ich habe mich dazu bewegt endlich mein eigenes Weblog zu eröffnen, nachdem ich doch schon drei Uni-Seminare zum Thema belegt habe.

Nun habe ich lange überlegt wie ich meinen Blog thematisch einordnen kann. Gar nicht so einfach, wo ich doch so viel Chaos im Kopf habe: Musik? Lifestyle? Studentenleben? Poetry? Philosophie? Der Mensch will überall Ordnung und Struktur schaffen. Deswegen packt er alles am liebsten in irgendwelche beschrifteten Schubladen. Und das, obwohl im Kopf doch meistens eher ein totales Chaos herrscht?! Deswegen habe ich mich entschieden, mich nicht zu entscheiden.;-)

Viel Spaß beim Lesen der chaotischen Lifestyle-philosophien einer musikalischen Studentin und Poetin! ;-)

Alter: 29
 
Universität: Uni in Paderborn


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Blog

Qualitätswein oder Ja!-Wasser??

So, jetzt muss ich Euch doch mal was fragen:

Stellt Euch vor, ihr möchtet etwas trinken und eine Hand hält Euch ein Glas teuren und durchaus sehr leckeren Qualitätswein hin. Aber immer, wenn ihr nach dem Glas greifen wollt, zieht der scheinbar gütige Geber das Glas weg. Weil er es lustig findet!! Aber ihr wollt so gerne den Wein trinken, doch ihr habt echt große Schwierigkeiten das Glas zu fassen...

Daneben bietet Euch jemand anders Ja!-Wasser an. Natürlich schmeckt Wasser irgendwie nach nichts und löscht nur den Durst. Aber es soll ja gesund sein! In großen Mengen natürlich auch gesünder als der Rotwein! Und dieser Geber ist wirklich ein ganz Spendabler, er sieht, dass Du durstig bist und will Dir helfen. Nach beiden Gläsern zu fassen ist aber unmöglich. 

Wie entscheidet ihr Euch??

Ich persönlich finde, ich habe schon lange genug gewartet, dass mir der Rotwein endlich doch gegeben wurde. Jetzt kann ich auch mal das trotzige Kind spielen, das das Wasser nimmt, oder??

Und wer weiß? Vielleicht werde ich ja irgendwann das Wasser zu Wein machen? ;-)

Wenn ihr verstanden habt, was ich Euch mit dieser Metapher sagen möchte, schreibt mir doch bitte eine SMS mit der Lösung. Wer drauf kommt, wird zu mir auf einen Abend mit echtem Glühwein eingeladen! ;-)

1 Kommentar 11.12.10 23:46, kommentieren

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Herr Doktor Psyche!!

Wow! Ich bin begeistert!

Gerade finde ich einen Brief von René Descartes an seine Brieffreundin Elisabeth von Böhmen. Descartes, der lange Zeit über den Zusammenhang zwischen Körper und Seele nachdachte, entdeckte hier (der Brief stammt aus Mai oder Juni 1645), dass man auch physisch gesund ist, wenn es der Seele des Menschen gut geht!

Wörtlich schreibt er: "Eine Person [...], die eine Unzahl wirklicher Veranlassungen zum Kummer hätte, sich aber mit so vieler Sorgfalt befleißigt, ihre Vorstellungskraft davon abzuwenden [...] und die ihre gesamte übrige Zeit nur auf die Betrachtung von Gegenständen verwendet, die ihr Zufriedenheit und Freude verschaffen können [...], [wird befähigt], ihre Gesundheit wiederherzustellen [...]"

Er schreibt weiter, dass er, sowohl wie die Ärzte der damaligen Kurstätten, empfiehlt, "seinen Geist von jeglicher Art trauriger Gedanken gänzlich zu befreien und sogar auch von jeglicher Art ernsthafter Überlegungen über die Wissenschaften [...], indem sie die Frische eines Gebüsches, die Farben einer Blume, den Flug eines Vogels und derartige Dinge betrachten, die keinerlei Aufmerksamkeit verlangen."

Tja, ihr Lieben, was lernen wir daraus?? Also, ich frage mich, warum ich überhaupt noch zur Uni gehe und mich mit Wissenschaften auseinandersetze! Ich könnte so viel besser einen schönen Spaziergang machen und diesen mit allen Sinnen genießen, oder?? Nur das machen, was Freude macht. Okay, das ist bei Descartes und Elisabeth sicherlich die Philosophie gewesen (bei mir wird dies auch einen großen Teil einnehmen). Aber auch und vor allem die Freude über die kleinen Dinge im Leben! Meine Rede! ;-)

Da fällt mir doch gleich der Spruch von Farin Urlaub ein: "Das Leben ist schön! Und ist es mal nicht schön, mache ich´s mir schön. Ist es dann immernoch nciht schön, rede ich´s mir schön!"

In diesem Sinne: Genießt das Leben!

Eure Anness

1 Kommentar 12.11.10 13:13, kommentieren

Erinnerungen...

Erinnerungen können weh tun...

Sie können aber auch sehr schön sein und uns ein verloren gedachtes Lächeln wieder auf die Lippen zaubern!

Heute ist der 11.11.2010, für manche ist es "endlich Karnevalsanfang!", für mich ist: ST. MARTINS-TAG!!

Trotz, dass ich in der Nähe von Köln aufgewachsen bin, feierten meine Eltern und ich Karneval eher sehr klein und nur auf Rosenmontag im Februar. Der 11.11. war für mich immer viel schöner:

Es war dunkel, sehr gemütlich. Meine Eltern zogen mir meine warmen Kleider und Handschuhe an, als wir mit einer Laterne, die ich zuvor mit meiner Mama gebastelt hatte, loszogen: In die Kirche! Die Messe dauerte lang, erzählte aber jedes Mal die schöne Geschichte des gütigen Martins. Und die bunten Laternen mit verschiedenen Formen und Farben der anderen Kinder entschädigten alles.

Dann ging es los: Vor der Kirche holte uns ein Mann mit einem langen roten Mantel auf einem echten Pferd ab. "Mama! Guck mal, der St. Martin!", rief ich freudig zu meiner Mutter, die mir zärtlich meine trotz Handschuhen kalten Kinderhände wärmte. Dann zündete sie meine Kerze in der Laterne (ich war immer das einzige Kind, das nie eine Glühbirne in der Laterne hatte) an und wir zogen laut singend durch die Straßen. 

Zur Belohnung gab es anschließend für alle Kinder eine Tüte, in der ein Apfel, eine Mandarine und ganz viele Süßigkeiten waren, die ich - wieder im warmen zu Hause meiner Eltern - fröhlich am Küchentisch auspackte und naschte. Wie zufrieden und glücklich ich anschließend immer ins Bett ging...! ;-)

Heute gehe ich nicht mehr zum Martings-Umzug. Ich wohne auch 200 km von meinen Eltern entfernt! Eine Laterne müsste ich erstmal neu basteln, aber eine Süßigkeiten-Tüte würde ich mit fast 23 Jahren eh nicht mehr bekommen. Und selbst wenn: Glücklich und zufrieden würde ich nach so viel Schokolade auch nicht mehr ins Bett gehen, sondern mit einem äußerst schlechten Gewissen... 

Warum machen wir es uns mit zunehmendem Alter nur so schwer??

Auf den Martingszug gehe ich heute also nicht. Wer würde mich auch schon begleiten, ohne mich komisch anzugucken? ;-) Manche Erinnerungen lassen sich nicht einfach wiederbeleben. Aber das schöne Gefühl kann man sich immer wieder in Gedanken rufen! Wenn es heute dunkel wird, werde ich Kerzen anzünden, eine Mandarine (die ich damals als erstes aus der Tüte "aussortiert" und ganz großzügig meinem Vater geschenkt habe *g*) naschen, an meine lieben Eltern denken und glücklich und zufrieden durch dieses geborgene Gefühl ins Bett gehen! ;-)

Guten Hunger, bei Eurer Martins-Gans!! Eure Anness

1 Kommentar 11.11.10 17:03, kommentieren

Wie die Zigarette danach...

Okay, ich bin Nichtraucherin.

Und einen Partner habe ich auch nicht. Dennoch habe ich täglich mindestens einmal dieses herrliche Gefühl der "Zigarette danach"! Und zwar jeden Morgen, nachdem ich kurz nach dem Aufstehen für ein 20-minütiges Fitness-Workout auf´s Trampolin gegangen bin. Denn dann schmeckt, trotz der selben Zutaten, das Müsli doppelt und dreifach gut!!!

Auch nach dem Laufen oder Schwimmen belohne ich mich mit einem leckeren Essen. Und nach einem langen und stressigen Uni-Tag, gönne ich mir einen heißen Kakao mit viel Milchschaum und ein bisschen Entspannung auf meiner Wohnzimmercouch. 

Ich finde, dass jeder sein persönliches "Zigarette-danach-Ritual" finden sollte - denn so lebt es sich tatsächlich leichter! ;-)

1 Kommentar 11.11.10 16:46, kommentieren

Rituale...

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier??

Na klar!! Also, ich mag Rituale irgendwie. Und beginne schon morgens damit: Wenn mein Wecker klingelt, strecke ich mich im Bett, trinke einige Schlücke Wasser, dann stehe ich auf, ziehe meine Sportsachen an und mache ein 20-minütiges Fitness-Workout auf meinem Trampolin. Danach ist man sehr schön wach und gut gelaunt! ;-)

Anschließend wasche ich mich und mix mir mein übliches Frühstück: Obstsalat mit Haferflocken und 1/2 Soja-Milch, 1/2 H-Milch. Ich liebe dieses Frühstück!! Kombiniert mit meinem leckeren Kaffee- perfekt! 

Ein weiteres Ritual von mir ist, dass ich sonntags immer ne Stunde schwimmen gehe, dass ich mittwochs Sqash spiele und mir abends vor dem Schlafen-Gehen immer ein heißes Körnerkissen unter den Rücken lege. 

Irgendwie brauche ich diese Rituale. Aber ab und zu muss man auch mal ausbrechen:

Heute gehe ich einfach mal samstags schwimmen. Vorletzte Woche bin ich mit meinem besten Freund RÜCKWÄRTS die Dom-Treppen in Köln hinaufgestiegen. Und gestern habe ich MORGENS Elmex und ABENDS Aronal benutzt. Außerdem habe ich es gewagt, einem Lernmethoden-Trainer der Uni zu erklären, wie man wo und was am Besten lernt. Und zu guter Letzt habe ICH meinem Postboten einen netten Brief geschrieben und ihm gegeben, als er mir heute Morgen meine Post brachte. Ich habe mich einfach mal bedankt für die vielen tollen Rechnungen, die er mir immer bringt! ;-)

Manchmal muss man Gewohnheiten auch einfach mal brechen. Schließlich stimmt der Spruch "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier" ja auch nicht 100%ig. Wer lässt sich schon gerne als Tier bezeichnen?

So long... Eure Anness

1 Kommentar 6.11.10 10:53, kommentieren

"Der Mensch ist Sklave seines Willens"...

... so dachte zumindest Arthur Schopenhauer.

Ich war eigentlich nie Fan des mürrischen und anstrengenden Denkers. Aber jetzt, wo ich mich etwas intensiver mit seinen Werken befasst habe, wird er mir immer unheimlicher: Was der im 18./19. Jahrhundert schon alles wusste, was wir nun mühsam erforschen!!

Ich habe immer gedacht, dass zwar viele Entscheidungen, viel Handeln, etc. von meinem Unterbewusstsein bestimmt wird. Ich sag mal, ich hätte es so auf 85-90% alles menschlichen Handelns geschätzt. Aber nach einigen Berichten neuer Forschungen frage ich mich, ob unser Bewusstsein überhaupt eine gravierendere Aufgabe hat, als uns bewusst zu machen, was unser Unterbewusstsein erarbeitet hat??

Professor John-Dylan Haynes vom Berstein-Zentrum für Computational Neuroscience in Berlin fand bei einer Forschung, bei der er Probanden unter einen Kernspintomographen legte, die dort Entscheidungen treffen mussten (so beschreibe ich den Versuch nun mal in seiner absoluten Kurzform), heraus, dass er bis zu sieben oder acht Sekunden, bevor eine Person eine Entscheidung gefällt hat, aus der Hirnaktivität vorher sagen konnte, wie sie sich später entscheiden würden.

Das bedeutet folglich ja, dass unser Gehirn die Entscheidung gefällt hat, bevor wir selbst wussten, wie wir uns entscheiden! Ist das nicht irgendwie unheimlich?? Das schließt ja, dass wir überhaupt keinen freien Willen besitzen!?

Aber sehen wir das Ganze doch mal positiv: Wozu machen wir uns immer so mega viele Gedanken, wenn eh alles determiniert ist?? Also, ich werde jetzt definitiv aufhören mit Bauchschmerzen einzuschlafen, wenn ich wichtige Entscheidungen zu fällen habe. Die kleinen Beamten in meinem Kopf machen das schon! Ich halte nur noch mein Gesicht dafür hin! Denn ändern kann ich´s ja doch nicht... ;-)

1 Kommentar 1.11.10 11:02, kommentieren

Die Sache mit dem Kuscheltier...

Sagt mal, hattet ihr früher auch einen Teddybär´n?

So einen mit ganz treuen Kulleraugen und einem kuscheligen Bären-Pelz? 

Ich hatte so einen. Obwohl ich schon fast erwachsen war. Irgendwann sah ich ihn und wollte ihn unbedingt haben. 5 Tage bevor ich 18 wurde lag er dann wie ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk in meinen Armen.

Ich habe ihn gebraucht damals, denn irgendwie steckte ich in einer kleinen Krise: Ich setzte mich stark unter Stress, weil ich mein Abitur besser als jeder andere abschließen wollte. Außerdem schien ich eine Art Identitätskrise zu haben. Das typische in dem Alter: Man fand sich selber irgendwie blöd, hatte die gewohnten Auseinandersetzungen mit den Eltern und mit dem eigenen Spiegelbild. Suchte nach neuen Hobbys, nach Interessen für die Zeit nach dem Studium und vor allem: Nach sich selber!!

Mein Teddy schien schon immer zu wissen, wer er war. Er führte sein eigenes Leben, hatte seine Interessen, wusste, wer er war. Das gab mir Kraft, ich schaute zu ihm hoch. Ich nahm ihn in den Arm, wenn es mir nicht gut ging - und er mich. Ich erzählte ihm ALLES von mir und hatte stets das Gefühl, dass er zu mir stand, wenn er mich auch häufig nicht verstehen konnte.

Leider habe ich auch meine Launen häufig an ihm ausgelassen. Ihn angeschrien und angezickt, wenn ich unzufrieden war. Das war wohl leider auch der Grund, warum er nach anderthalb Jahren nicht mehr da war. Er war einfach weg. Weder er, noch ich, haben "Tschüss" gesagt. Wir haben uns nur hinterhergeblickt. Er fehlte mir. Ständig. Über 3 Jahre fehlte er mir. Ich wusste, dass er nun der Teddy eines anderen Mädchens war. Soweit ich weiß, auch eines älteren Mädchens, das ihn eigentlich gar nicht brauchte, weil SIE mit sich selber zufriedener war, als MIT ihm. Sogar nachts nahm sie ihren Teddy nie mit ins Bett ;-).

Tja, ich habe in den 3 Jahren häufig geweint und an ihn zurück gedacht. Ich war mir immer sicher, dass ich niemals wieder einen solchen Teddybären finden würde. Ich sah zwar einige, die optisch mithalten konnten, aber nahm nie einen in den Arm, der mir geben konnte, was dieser Teddy, den ich 2005 fand, mir gab. Wärme, Geborgenheit, Verständnis, Vertrauen, Liebe.

Jetzt ist 2010. Ich habe die Zeit alleine genutzt, um mich weiterzuentwickeln. Ich bin in eine neue Stadt gezogen, in der ich anfangs NIEMANDEN kannte, habe ein Studium begonnen, mich währenddessen musikalisch selbstständig gemacht, mich poetisch und musikalisch verwirklicht. Ich habe gelernt, loszulassen. Eigene Interessen gefunden, bin selbstständig geworden und habe mich persönlich entwickelt. Ich habe so viele Sachen zustande gebracht, auf die ich sehr stolz bin! 

Da sah ich plötzlich meinen Teddybären wieder. Sein Pelz war total zerzaust, aber er sah wie immer gut aus. Ich war so glücklich ihn wiedergefunden zu haben und wollte ihm meine neue Welt zeigen. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es ihn gar nicht interessiert. Ich hatte das Gefühl, dass er sich nicht wohl in meiner neuen Welt fühlt. Vielleicht kommt er damit nicht klar, dass ich nun auch eine eigenständige Person bin? Vielleicht ist er jetzt auch derjenige, der sich selber wieder finden muss?

Ich schließe daraus, dass Teddys doch etwas für Kinder sind. Ein Freund, ein Begleiter, etwas zum Liebhaben. Wenn man erwachsen ist, zählen andere Werte. Man schaut in die Zukunft, nicht nur in die Gegenwart, möchte beruflich glücklich und erfolgreich sein, sich selbstverwirklichen und sein Leben leben. Auch, wenn es sehr sehr schwer ist, loszulassen...

Ich weiß nur eins: Wenn ich später eigene Kinder habe, sollen sie niemals ohne Kuscheltier groß werden!!

31.10.10 14:43, kommentieren